'' ORF tauscht Cryptoworks-Smartcards im Herbst

Beim ORF aus Österreich steht ein neuer Smartcard-Tausch im Herbst 2009 vor der Tur. Alle Digital-ORF-Karten mit Cryptoworks-Verschlusselung sollen ausgetauscht werden. Aber nicht kostenlos, sondern fur 27,- EUR, ansonsten bleibt das Bild des ORF zappenduster. Eine Gutscheinaktion ist voraussichtlich aber geplant. Inwiefern diese umgesetzt wird, ist noch nicht bekannt. Nur wer einen Wohnsitz in Österreich angemeldet hat, darf offiziell den ORF mit einer gultigen Smartcard beantragen und auch mit gultiger Smartcard empfangen.

Zuschauer aus dem Europa-freundlichen Deutschland oder anderen EU-Ländern, die fur alle Nachbarn in Europa unverschlusselt uber ASTRA oder Hotbird das Programm der offentlich-rechtlichen Sendeanstalten ausstrahlen, mittlerweile auch in scharfem HDTV fur eine Übergangszeit, schauen ebenfalls in die schwarze ORF-Rohre. Denn der ORF muss aus Lizenzgrunden die Programm ORF 1, ORF 1 HD und ORF 2 verschlusseln.

Im Fruhjahr 2009 wurde schon aus Sicherheitsgrunden ein Key-Wechsel beim ORF, ATV, Puls 4 und Austria 9 durchgefuhrt. ''

Quelle: marcush

ORF tauscht im Herbst zehntausende Satkarten

'' Die Decoderkarten des ORF fur den Empfang uber Satellit kommen in die Jahre - Im Herbst will der ORF Smart Cards aus 2003/04 austauschen und abschalten

75.000 kleine grune Karten gab der ORF laut eigener Statistik im Jahr 2003 aus fur digitalen Satellitenempfang. Ende 2004 waren es schon insgesamt 250.000. Diese Jahrgänge stehen nun zum Tausch an: Funf Jahre garantieren die Hersteller Funktionstuchtigkeit und vor allem Sicherheit ihrer Verschlusselung, hier Cryptoworks.

Der ORF rechnet, dass 50.000 bis 70.000 Karten aus der Zeit tatsächlich noch in Betrieb und auszutauschen sind. Die Überlegung: Vor allem technisch Interessierte hätten in der Fruhphase diese Decoder gekauft. Der Großteil sei wohl inzwischen ohnehin auf modernere Modelle umgestiegen, die auch neuere Decoderkarten beigepackt hatten. Als Maximalvariante gelten im ORF 180.000 Karten aus der Zeit.

Um 27 Euro durften die neuen Decoderkarten kosten, ohne die der Bildschirm bei Langzeitnutzern aus 2003/4 bald schwarz bleibt.

Angebote fur die betroffenen Kunden

"Sehr intensiv" denke man im ORF derzeit uber Angebote fur die betroffenen Kunden nach, deren Gegenwert hoher ausfallen solle, als die Kosten fur die Karte, heißt es intern. ORF-Sprecher Pius Strobl hat offenbar den Berater und fruheren Werbeagenturchef Max Palla, mit dem er schon ofter zusammenarbeitete, im Fruhjahr mit einem Konzept beauftragt, wie der Kuniglberg seinen Kunden den Tausch schmackhafter machen kann. Vorgeschlagen hat Palla - fur einigen Gegenwert - zum Beispiel ein Gutscheinheft.

Mit 2003/2004 wärmt die Anstalt auf fur wirkliche Kraftakte. Die fetten Jahrgänge folgen erst: 2005 kamen laut ORF-Statistik 210.000 Karten dazu, 2006 schon 350.000. Und allein im Jahr 2007 verdoppelten sie sich dann um zusätzlich 800.000 auf mehr als 1,6 Millionen. Diese Menge steht rechnerisch in drei Jahren zum Tausch an. (Harald Fidler, DER STANDARD; Printausgabe, 18.8.2009) ''

Quelle: der standard